Schon oft ist mir immer mal wieder der Gedanke gekommen, als freiwilliger Mitarbeiter ins Ausland zu gehen, aber erst als meine Schwester und mein Schwager mir von ihrer kurzen aber sehr eindrucksvollen Zeit mit Firm Foundations Romania erzaehlten, wusste ich, dass ich das auch wirklich wollte.
Dank der engagierten und fuersorglichen Leute hinter FFR war es mir moeglich, 10 Tage nach dem Gespraech mit meiner Schwester und Schwager meine Koffer zu packen. Ich war auf dem Weg nach Rumaenien.
Da ich von Sarah und meiner Schwester gehoert habe, dass sich meist nur weibliche Mitarbeiter bewerben, war ich am Anfang noch ein bisschen unsicher, ob ich wirklich eine Hilfe sein kann, da ich in meinem Leben noch nie eine Pampers gewickelt hatte.
Als ich jedoch dann Sarah, Steffi, Mary, Alisha und den Rest des FFR Teams traf, vergingen diese Zweifel schnell und es wurde mir klar, dass das Einzigste was du brauchst, um diese Arbeit zu tun ist ein grosses Herz und den Willen zu helfen.
Ich habe schon oft mit verschiedenen Organisationen in Kanada gearbeitet aber bei FFR wurde mir das erste Mal bewusst, dass ich etwas veraendern kann.
Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich das erste Mal ins Krankenhaus ging. Als ich in eines der Zimmer lief, traf ich ein kleines Maedchen names Monica. Als sie mich sah, veraenderte sich ihr ganzer Gesichtsausdruck in einen Ausdruck, den man nur mit dem Wort ‚erstaunt’ beschreiben kann. Als ich zu ihrem Bett lief, um sie herauszunehmen, fing sie sofort an zu weinen.
Da ich einer von nur zwei maennlichen Mitarbeitern war, war Monica, genau wie viele andere Kinder im Krankenhaus nur wenig Liebe von maennlichen Menschen ausgesetzt, die fuer ihre Entwicklung doch sehr notwendig ist und die sie brauchen, um neu Vertrauen auf Maenner aufzubauen, die vielleicht in der Vergangenheit oft getruebt wurde. Nachdem ich Monica taeglich in meinen Schichten im Krankenhaus besuchte, lernte sie langsam, mir zu vertrauen. Bei meinem vierten Besuch sass sie erwartungsvoll in ihrem Bettchen und streckte ihre Haende nach mir aus mit einem riessen Grinsen auf dem Gesicht.
Es sind Momente wie diese, die einen Besuch in Brasov unausdruecklich bestimmen. Keiner haette mich je auf das vorbereiten koennen, was ich in Brasov erlebte. Sei es ein krankes Baby fuettern oder auch die Freunschaften, die sich hier geformt haben oder meine neue Liebe zum deutschen Fussball Team!
Ich habe es fest vor, mein Versprechen zu halten und fuer laengere Zeit nach Brasov zurueck zu kommen. Ich hoffe, dass wenn du dies liest, du mich beim Wort nimmst, deine Koffer packst und mit FFR nach Rumaenien gehst. Tu nur Sarah und Steffi einen Gefallen und melde dich 10 Tage zuvor! |